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                           Entdeckung der Kürbiswelt
Herkunft
Melonen, Kürbisse, Gurken usw. gehören alle zu den Cucurbitaceen. Diese gurkenartigen Gewächse sind Teil einer Pflanzenfamilie, die etwa 100 Gattungen und an die 850 Arten zählt.
Die Cucurbita („Kürbis" auf lateinisch) stammt aus dem tropischen Amerika, wo sie als Nahrungspflanze von den Indianern entdeckt wurde. Nach der Entdeckung Amerikas wurde sie in Europa eingeführt.

Die niederländische Bezeichnung „pompoen" entstammt dem altfranzösischen Wort „pompon", das aus dem lateinischen „pepo" hergeleitet ist. Dies ist wiederum dem griechischen „pepoon" entsprungen, was soviel bedeutet wie „gekocht, geschmort" oder – wenn sie so wollen – „sonnengereift".


Die wichtigsten Kürbissorten
Von allen Gruppen im Gemüsereich haben nur die Kürbisse eine derartige Vielzahl von Formen, Größen und Farben. Sie wechseln von perfekt rund und glatt bis hin zu groß und gewarzt. Deren Durchmesser schwankt zwischen 6 cm und 1,5 m bei einem Gewicht von ein paar hundert Gramm zum respektablen Riesenexemplar von 400 Kilo. Die Farbenpalette reicht von perlweiß über gelb bis orangenrot mit allen Tönen von grün über blaumetallic bis schwarz.

Es finden sich etwa 25 Arten, die angesichts deren Vielzahl von Merkmalen wiederum mehrere Sorten umfassen. Die Speisekürbisse werden in 3 Arten aufgeteilt:


- Cucurbita pepo oder Sommerkürbis
 
Diese schnellstwachsende Sorte ist breitgefächert un zählt auch Arten wie Zucchini, Spaghetti-
  kürbisse und Zierkürbisse.
 
Das Fruchtfleisch ist im allgemeinen hellfarbig und wechselt von weiß bis leichtgelb. Wenn sie in
  der Küche verwendet werden, sollten die Kürbisse jung geerntet werden. Je kleiner sie sind, desto  
  besser ihr Geschmack! Junge Früchte schmecken mild und nussig. Die englische Bezeichnung
  „Summer squash" entstammt dem nordamerikanischen Indianerwort „asquash" und bedeutet „roh
  gegessen" oder „ungekocht".

  Manche Sorten sind vollreif durchaus genießbar und lagerfähig (etwa 2 Monate). Die Acorns und
  Spaghettikürbisse sind typische Beispiele dafür. Ausgereift verlieren die orangenfarbigen
  Halloweenkürbisse (z.B.: Ghost Rider, Tom Fox) an Geschmack, aber sie eignen sich sehr zur
  Dekoration.

  Einige Beispiele: Ghost Rider, Baby Boo, Sweet Dumpling und allerlei Zierkürbisse, ...



-
Cucurbita moschata oder Moschuskürbis
 
Das orangenfarbige Fruchtfleisch ist fest und hat einen hohen Nährwert. Das Aroma ist süss.
  Die Früchte haben eine flachrunde und stark eingekerbte oder gerippte Form. Viele Moschus-
  kürbisse sind anfangs grün, aber entwickeln später eine ledrig braune Farbe. Eine betaute 
  Wachsschicht auf der Schale garantiert die gute Lagerfähigkeit der Früchte, die sich manchmal bis
  zu einem Jahr oder länger ausdehnen kann!
  Eine Ausnahme bilden jedoch die Butternüsse mit ihrer ockerfarbigen Birnenform.

  Einige Beispiele: Butternut, Futsu Black, Musquée de Provence, ...


-
Cucurbita maxima oder Winterkürbis
  Das gelborange Fruchtfleisch hat eine dicke und feste Textur und ein Nussaroma. Da sie weniger
  süß sind als Moschuskürbisse, eignet diese Sorte sich ausgezeichnet für herzhafte Gerichte und
  Suppen.
  Die Farbpalette reicht von rot, orange, graublau und dunkelgrün bis fast zu schwarz. Die Form ist
  ebenfalls äußerst unterschiedlich und variiert von glatt und rund bis zur gerippten Birnenform,
  während das Gewicht von ein paar hundert Gramm bis zum 25 kg schweren Brocken schwankt.

  Einige Beispiele: Queensland Blue, Bleu de Hongrie, Hubbard-Sorten, Hokkaïdo-Sorten (Uchiki-Kuri
  und Golden Delicious), Aschenputtel (Rouge Vif d'Etampes),


Nährwert
Der Nährwert und der Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen schwanken je nach der Art. Allgemein enthalten Kürbisse wenig Kalorien (35 kcal in 100 Gramm Moschus- und Winterkürbis) und Fasern, und sie besitzen einen hohen Sättigungsgrad. Kürbisse sind auffallend reich an Vitamin A. Diese Substanz hat eine vielseitige Wirkung:
- Sie spielt eine Rolle bei der Zellregenerierung, hat eine stark entgiftende Eigenschaft und erhöht
  mithin den Widerstand gegen Infektionen.
- Sie ist unentbehrlich auf dem Alltagsmenü und ersetzt nicht nur Möhren und Aprikosen, sonder 
  auch grünes Gemüse (Brokkoli, Spinat, usw.).

 

Praktische Hinweise
- Ganze Kürbisse lassen sich bei Temperaturen, die nicht unter 6 bis 8 Grad liegen, monatelang
  einlagern. In einem frischeren Lagerraum werden sie faulen

- Kürbisschnitten sind innerhalb von 3 bis 4 Tagen zu genießen. Am besten werden sie im Kühl-
  schrank oder dunkel gelagert, denn das Vitamin A, das reichlich in Kürbissen vorhanden ist, wird 
  bei Aussetzung an Licht abgebaut.

- Bereitetes Fruchtfleisch hält sich in der Gefriertruhe und eignet sich bestens als Basis für weitere
  Gerichte (Pürees, Kuchen, Farcen,usw.).

- Es ist nicht leicht, einen ganzen Kürbis mit einem Messer aufzuschneiden. Wenn sie ihn
  vorzugsweise auf den Boden fallen lassen (draußen, nicht in der Küche), wird er in zwei Teile
  zerbrechen.



bron : De Pompoen, Arneo Nizzoli
           Het complete pompoenenboek, Vicky Stork
           Pompoenen & Kalebassen, Caroline Boisset